Eine Reise zum Kern seiner Ressourcen
«Ich wollte nicht einfach nur meinen Lebenslauf neu machen. Ich wollte verstehen, was ich tatsächlich aufgebaut hatte.»
Antoine – eine fiktive Figur – ist 45 Jahre alt. Er hat gerade einen mehrjährigen Einsatz bei einer NGO beendet. Davor hat er in der Logistik gearbeitet, sich halbtags um seine Kinder gekümmert, ein kleines Vereinsprojekt rund um die Kompostierung aufgebaut… Heute braucht er eine Bestandsaufnahme. Nicht um um jeden Preis einen Job zu bekommen, sondern um wieder Sinn zu finden.
Es ist sein Berater, der ihm von Uscope erzählt, und genauer von dem ePortfolio-Ansatz. Nicht noch eine Plattform, sondern ein strukturierendes Werkzeug, um sein Leben anders zu sehen.
Schritt 1: Seine Laufbahn zeichnen (ausserhalb von Uscope)
Antoine beginnt einfach: ein grosses Blatt, ein Bleistift und Post-its. Er zeichnet eine Lebenslinie. Kindheit, Studium, erste Jobs, Brüche, Begegnungen, unerwartete Wendungen. Alles kommt rein.
Nach und nach treten Themen hervor: Weitergabe, Basteln, Teamarbeit, Einfallsreichtum, das Bedürfnis nach Freiheit…
Schritt 2: Seine erste Erfahrung in Uscope: «Meine Lebenslaufbahn»
Er geht auf Uscope und erstellt eine erste Erfahrung. Er betitelt sie einfach: «Meine Lebenslaufbahn». Es ist sein Einstiegspunkt, eine Art Meta-Erzählung.
Er beschreibt, was er auf Papier gemacht hat, aber vor allem, was es ihn hat fühlen lassen. Der rote Faden beginnt zu erscheinen. Er fügt ein Foto seines Diagramms hinzu.
Schritt 3: Sein Leben kategorisieren
In Uscope erstellt er seine eigenen Kategorien: «Familienleben», «Bürgerschaftliches Engagement», «Angestelltenpositionen», «Persönliche Projekte», «Wendepunkte».
Diese selbstgemachte Taxonomie wird ihm als Leseraster für das Folgende dienen.
Schritt 4: Das spontane Inventar
Antoine geht dann zum Inventar über. Er schreibt noch nicht, er sät.
In Uscope erstellt er etwa dreissig Erfahrungsblätter mit nur:
- Einem Titel ("Umzug ins Ausland", "Ehrenamtlicher Coach", "Sinnkrise 2017"…),
- Einem Zeitraum,
- Einer oder mehreren Kategorien.
Eine rohe Kartografie seines Erlebten.
Schritt 5: Die «Lupen» — Zoom auf 5 Erfahrungen
Hier wird es wirklich interessant.
Er wählt 5 Erfahrungen aus, die er als bedeutsam empfindet, indem er ihnen die Kategorie «Lupe» hinzufügt.
Er dokumentiert sie wirklich: Kontext, Handlungen, Emotionen, Lernprozesse… Und vor allem lässt er seine Ressourcen daraus hervorgehen: was er mobilisiert hat, was er gelernt hat.
Beispiel: In seiner Erfahrung als Jugendcoach entdeckt er, dass er eine Haltung des Zuhörens, der Unterstützung, der Animation entwickelt hat… Weit mehr als er sich vorgestellt hatte.
Schritt 6: Seine Ressourcen materialisieren
Antoine druckt alle seine Ressourcen in Form von kleinen Karten aus, direkt aus Uscope.
Er schneidet sie aus, breitet sie auf dem Tisch aus, sortiert sie, gruppiert sie, hinterfragt sie. Und da erscheint eine Offensichtlichkeit: Bestimmte Ressourcen wiederholen sich, kreuzen sich. Er gibt ihnen Namen: «Kooperieren», «Anpassen», «Fürsorgen», «Strukturieren»…
Er hat begonnen, seine Kompetenzen zu benennen, auf seine Art.
Schritt 7: Sich mit einem Referenzrahmen herausfordern
Neugierig aktiviert Antoine in Uscope einen Referenzrahmen für transversale Kompetenzen, den eines Mitglieds einer agilen Organisation.
Nicht um sich zu benoten, sondern um Verbindungen herzustellen. Und es funktioniert: Mehrere Kompetenzen, die er für «ausserhalb des Rahmens» hielt, finden ein Echo.
Er kommentiert sie, verknüpft sie mit seinen Erfahrungen. Eine andere Lesart seiner selbst nimmt Gestalt an.
Letzter Schritt: Sein Projekt
Um diesen Zyklus abzuschliessen, erstellt Antoine eine letzte Erfahrung: «Mein Projekt».
Es ist keine Stellenbeschreibung. Es ist eine Absicht: Übergänge begleiten, im Kollektiv, mit einer starken ökologischen Dimension. Er weiss noch nicht in welcher Form, aber er weiss warum.
Der strukturierende Ansatz von Uscope, der ihm geholfen hat, seine Vergangenheit aufzuarbeiten, ist genauso effektiv, um über die Zukunft zu sprechen. Er nutzt einen Erfahrungstyp namens «Ziel», der ihn dazu bringt, sich mit einer prospektiven Analyse seines Projekts zu befassen und ihn dabei mit relevanten Fragen in dieser Vision zu begleiten.
Und jetzt?
Antoine schliesst Uscope nicht. Im Gegenteil, er hat daraus einen Weggefährten gemacht. Sein ePortfolio ist kein starres Dossier, sondern ein lebendiger, sich entwickelnder Raum, den er jederzeit bereichern kann: eine neue Mission, eine prägende Begegnung, eine Weiterbildung, die ihn aufrüttelt.
Er hat auch verstanden, dass er wählen kann, was er teilt. Manche Erfahrungen bleiben persönlich, intim. Andere können einem Coach, einem Recruiter, einem Projektpartner gezeigt werden. Diese Fähigkeit, seine Aussagen zu modulieren, ist auch eine Art, Vertrauen zurückzugewinnen.
Aber jenseits des Tools ist es die Haltung, die er eingenommen hat, die alles verändert. Er versucht nicht mehr, sich «zu verkaufen», sondern sich zu verstehen, sich zu verbinden, ein Projekt aufzubauen, das mit seinen Werten und Ressourcen übereinstimmt.
Sein Projekt ist noch nicht abgesteckt, und das ist völlig in Ordnung. Denn von nun an kann er die schwachen Signale in seinen vergangenen Erfahrungen lesen und konkrete Handlungspisten entstehen lassen. Der Bilanzansatz, wie ihn die ARRA vorschlägt, und Uscope haben es ihm ermöglicht, die Punkte seines Lebens neu zu verbinden — nicht um zurückzugehen, sondern um mit mehr Klarheit, Kohärenz und vor allem Gelassenheit voranzukommen.
Artikel mitverfasst von Patrick Favre und ChatGPT – im Dienst einer gemeinsamen Vision: das Portfolio zu einem Werkzeug der Erkundung, der Anerkennung und der Selbsttransformation zu machen.